Caritas Gtersloh

Caritas allgemein

Das Flammenkreuz der Caritas

Unsere Welt ist voller Markenartikel und Markenzeichen. In der Regel suche ich als Nutzer hinter einem Markenzeichen einen Artikel, der sein Geld wert ist - etwas, dass ich brauchen kann und auf dessen Qualität Verlass ist. Das Flammenkreuz ist das Zeichen des Deutschen Caritasverbandes und steht für die Marke Caritas.

 

Die Caritas als eine wichtige Säule kirchlichen Lebens und Wirkens verdichtet sich auf das Zeichen des Kreuzes hin. Kreuz ist die Ausrichtung auf zwei Ebenen - vertikal und horizontal. Die Senkrechte des Kreuzes steht für die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. In Gott finden wir Heil und Heilung, die Zusage des Angenommenseins und die Hoffnung auf ewiges Leben hin.

 

Unter dieses Kreuz mit den Flammen hat sich die Caritas gestellt. Es zeigt, wo wir stehen und für was wir einstehen. Es ist wie ein Signal, das nicht zu übersehen ist und Zeichen für eine ansteckende Initiative setzt. Die zwölf Flammen um das Kreuz nehmen die Verbindung zu alten Traditionen auf: ein leuchtender Strahlenkranz kennzeichnet Göttliches seit der Antike! Die Grundfarbe rot gibt das Notwendige hinzu: Liebe und Zuwendung.

 

Im Jahre 1962 wurde dieses Signet von dem Grafiker Bert Jäger entworfen. Es ist als Markenzeichen und Logo des Caritasverbandes rechtlich geschützt und dient der Wahrung der verbandlichen Identität. 1987 wurde dieses Zeichen in die Satzung des Deutschen Caritasverbandes aufgenommen.


Was bedeutet der Begriff „Caritas”?

Caritas – das Wort kommt vom Lateinischen carus, welches lieb und teuer bedeutet. Es erhält im Neuen Testament eine neue und tiefere Bedeutung. Caritas gibt hier das griechische Wort agape wieder und findet sich später abgewandelt in den abendländischen Sprachen wieder (italienisch = carità, spanisch = caridad, französisch = charité, englisch = charity).

 

Das Wort bezeichnet 

  • die Liebe Gottes, die Christus im Heiligen Geist mitteilt (Röm 5,5). In dieser Liebe kann der Mensch Gott und die Brüder lieben (1 Joh 4,11 und 19).
  • die Liebe zum Nächsten, besonders die persönliche barmherzige Liebe zu leiblich und geistig Armen. Diese Liebe sucht den Heilsdienst in der Kraft des Heiligen Geistes zu leisten, den Dienst in Wort und Tat, an Leib und Seele, für Gegenwart und Zukunft. Sie wirkt aus dem Glauben und ist Aufgabe aller Gläubigen.
  • die organisierte kirchliche Liebestätigkeit in Gemeinschaften, Institutionen und Verbänden. 

 

Da das Wort Caritas auch die Liebe Gottes, ja Gott selbst bezeichnet, kommt darin zum Ausdruck, dass es nur eine Liebe gibt, und dass die Nächstenliebe ihre Wurzel in der Gottesliebe besitzt. Ohne die aus der Gottesliebe entstehende Bruderliebe bleibt der Mensch im Tode (1 Joh 3,14). Ohne diese Bruderliebe besteht er nicht das Gericht (Mt 25,31ff).