Caritas Gtersloh

Projekt Spielzeugfreier Kindergarten – Netzwerk hat sich gegründet

Sie wollen das suchtpräventive Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ vorantreiben: Lars Riemeier (v.l., Caritas Fachstelle für Suchtvorbeugung), Anja Stenzel und Marlen Harre (beide Kita Sonnenschein, Rheda), Erika Hieronymus (Kita Laubhütte, Stukenbrock), Diana Kochtokrax (Kita St. Benediktus, Varensell), Katrin Grundwald (Kita Laubhütte, Stukenbrock), Christiane Westhues (Kita St. Franziskus, Verl) und Elisabeth Pratzer (Kita St. Benediktus, Varensell).

Suchtprävention hat sich im Elementarbereich inzwischen fest etabliert: Ziel der frühen Suchtprävention ist es, Lebenskompetenzen zu fördern, die eine schützende Wirkung auf eine mögliche spätere Suchterkrankung oder ein missbräuchliches Konsumverhalten haben. Das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“, bei dem Kindertageseinrichtungen für 3 Monate auf jedes vorinterpretierte Spielmaterial verzichten, erreicht genau diese Ziele. Seit einigen Jahren wird dieses Projekt in mehreren Einrichtungen im Kreis Gütersloh durchgeführt und von Erzieherinnen und Kindern größtenteils geliebt. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung der Caritas unterstützt und begleitet dabei Einrichtungen, die das Projekt umsetzen.

 

Die Projekt-Kitas, der St. Benediktus Kindergarten in Varensell, die Kita Sonnenschein in Rheda, die Kita Laubhütte in Stukenbrock und die Kita St. Franziskus in Verl sowie die Caritas Fachstelle für Suchtvorbeugung haben sich nun zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, welches das Ziel hat, sich einerseits regelmäßig über die Erfahrungen in der Umsetzung auszutauschen und andererseits das Projekt im Kreisgebiet weiter zu verbreiten.

 

Bei einem ersten Treffen waren sich alle Beteiligten einig, wie wertvoll dieses nicht mehr neue Projekt (es wurde zu Beginn der 1980er Jahre in Bayern entwickelt) auch in Zukunft sein wird: Insbesondere durch die wachsenden Möglichkeiten der digitalen Medien und ihrer Verbreitung auch in Kinderzimmern, brauchen Kinder weiterhin parallel reale Möglichkeiten, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu gehen, Konflikte durchzustehen oder die eigenen Grenzen auszutesten. Nur so können sie z.B. ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle erfahren und erlernen, mit ihnen umzugehen.

 

Die Caritas Fachstelle für Suchtvorbeugung übernimmt bei diesem Projekt eine koordinierende und beratende Funktion. Darüber hinaus bietet sie gemeinsam mit den Projekt-Kitas Fortbildungen, Informationsveranstaltungen und Hospitationen für interessierte Einrichtungen an. Diese können sich bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung unter Tel.: 05241/ 99407-0 oder praevention[at]caritas-guetersloh.de melden.