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Information zum Thema Corona-Virus

+++ Caritas begrüßt Lockerung des Betretungsverbotes für Senioreneinrichtungen – Schutzmaßnahmen werden aber aufrecht erhalten +++

07.05.2020
Wir begrüßen das Ende des Corona-bedingten „Besuchsverbots“ in nordrhein-westfälischen Altenheimen, das zum 10.05.2020 greift. Der Caritasverband für den Kreis Gütersloh bittet aber gleichzeitig um Geduld. Wir weisen darauf hin, dass es sich nicht um eine Aufhebung des Besucherverbotes sondern um eine Lockerung handelt. Laut NRW-Gesundheitsministerium können Besucher Altenheimbewohner in Außenbereichen treffen, auf Terrassen oder in Zelten. In eine Einrichtung dürfen bis zu zwei Angehörige gehen, wenn sie Schutzkleidung tragen und es abgetrennte Räume gibt – etwa Cafés. Bettlägerige Menschen dürfen eine Person im Zimmer empfangen, wenn Schutzmaßnahmen möglich sind. Jeder Besucher muss ein Kurzscreening absolvieren und sich registrieren lassen.
 
Jürgen Mertes, Einrichtungsleitung des Caritas-Hauses St. Anna in Verl, bittet um Verständnis. Besuche sind nur möglich, „wenn die Einrichtungen über genügend Schutzausrüstung verfügen und genügend Mitarbeitende den Freiraum haben, die Angehörigen bei diesen Besuchen zu begleiten". Besuche müssen zuvor mit der Einrichtung abgestimmt werden.
 
„Uns ist sehr daran gelegen, dass wieder mehr Kontakt möglich wird“. Es könnten aber nicht alle Angehörigen gleich am 10. Mai – Muttertag – in die Einrichtungen kommen. Die nach wie vor geltenden Schutzbestimmungen haben weiterhin Gültigkeit. Das Caritas-Haus St. Anna hat ein Konzept erstellt, in welchem Umfang Besuche möglich sind. Die Anzahl von Besuchen sind deutlich begrenzt. 
 

Wir bitten um Verständnis, denn jeder einzelne Besuch muss aufwändig organisiert werden; dazu gehört nicht nur die Ausstattung der Besucher mit Schutzmaterialien, sondern auch das gesundheitliche Screening und das Erfassen persönlicher Daten. Nur ein kleiner Teil der im Caritas-Haus St. Anna lebenden Personen kann gleichzeitig besucht werden. Für die mobilen Bewohnerinnen und Bewohner wurden drei Besucherzonen eingerichtet. Wir bitten die Angehörigen, einen Mund-Nasenschutz zu tragen.  Der Besuch im Einzelzimmer bleibt die Ausnahme und ist lediglich bei immobilen Bewohnerinnen und Bewohner vorgesehen. Hier erfolgt die  Ausstattung der Besucher mit Schutzmaterialien durch die Einrichtung.
 
Besuche für Sonntag, den 10.5., müssen vorher (bis 8.5.) mit dem Caritas-Haus St. Anna unter 05246-9613 abgestimmt werden.
 

Was bedeutet das für die Caritas-Seniorenwohngemeinschaften? 

Ob die Lockerung auch für Seniorenwohngemeinschaften gilt, wird aktuell mit der Heimaufsicht – angesiedelt beim Kreis Gütersloh – geklärt. Eine entsprechende Anfrage wurde ans Ministerium gestellt. Von daher können aktuell keine Zusagen für Besuche ab dem Sonntag gemacht werden. Wir bitten um Verständnis und halten Sie auf dem Laufenden.


Sieben von acht Caritas-Tagespflegen bleiben geschlossen

Die Lockerung des Betreungsverbotes für Senioreneinrichtungen (siehe Text oben) betrifft nicht unsere Tagespflegen. Sieben der acht Tagespflegeeinrichtungen, die der Caritasverband für den Kreis Gütersloh unterhält, sind wegen der Corona-Pandemie nach wie vor geschlossen. Die Maßnahme geht auf einen entsprechenden Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums zurück. Betroffen sind die Tagespflege-Einchrichtungen in Clarholz, Herzebrock, Langenberg, Neuenkirchen, Rietberg, Verl und Wiedenbrück. Lediglich die Caritas-Tagespflege Gütersloh bleibt vorerst geöffnet. Für diese Einrichtung liegt eine Ausnahmegenehmigung vor, da sonst die Versorgung und Betreuung der Hilfesuchenden im Kreisgebiet gefährdet wäre. Die Caritas-Tagespflege Gütersloh nimmt also in begründeten Notfällen NACH VORHERIGER ABSPRACHE Tagesgäste auf, für die es keine andere Möglichkeit der Versorgung gibt.
 

Wir dürfen auf Weisung des Landes jedoch nur Tagesgäste aufnehmen, deren Angehörige einen Beruf ausüben, der der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dies ist durch einen entsprechenden Nachweis über die Unabkömmlichkeit am Arbeitsplatz zu belegen.

Wir bitten um Verständnis für die strengen Maßnahmen. Angesichts der Anweisungen durch das Land NRW sind sie jedoch ohne Alternative. Rückfragen richten Sie bitte an 05241/9883-0