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Entwicklungen in der Wohlfahrtspflege: Austausch mit dem Landtagsabgeordneten Raphael Tigges

Kreis Gütersloh. Die Caritas Gütersloh hat den CDU-Landtagsabgeordneten Raphael Tigges zum Austausch begrüßt. In der Geschäftsstelle in Gütersloh sprach der heimische Politiker mit den Vorständen Volker Brüggenjürgen und Sascha Busert sowie mit Andrea Vieweger, Fachbereichsleiterin „Leben im Alter“, über die Situation der Freien Wohlfahrtspflege.

„Die Angebote der Wohlfahrtsverbände werden mehr denn je gebraucht“, sagte Volker Brüggenjürgen. „Wir leben in herausfordernden Zeiten mit schrecklichen Kriegen und vielfältigen Krisen. Inflation, Existenzsorgen, steigende Armut und Einsamkeit belasten die Menschen. Mit ihren Unterstützungsangeboten erfüllen die Wohlfahrtsverbände eine wichtige Funktion. Wir sind das Rückgrat der Gesellschaft.“

Sascha Busert betonte die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen, ausreichender Finanzmittel und zielgerichteter Förderprogramme für die Wohlfahrtsverbände: „Nur mit dem Rückenwind von Politik und Kostenträgern kann die Leistungsfähigkeit langfristig aufrechterhalten werden.“ Gleichzeitig seien auch die Verbände gefordert, unternehmerisch zu handeln und verantwortungsvoll mit den ihnen zur Verfügung gestellten Geldern umzugehen.

Im Anschluss erhielt Raphael Tigges konkrete Einblicke in die Auswirkungen vor Ort und in innovative Projekte der Caritas Gütersloh, mit denen die Qualität der Angebote gesichert und die soziale Teilhabe der Menschen gestärkt werden soll. „Wir sind ein innovativer Verband, der seine Pflege-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zukunftssicher weiterentwickelt und immer wieder auch neue Projekte auf den Weg bringt“, brachten die beiden Vorstände zum Ausdruck.

Eines dieser neuen Projekte stellte Andrea Vieweger, Fachbereichsleiterin „Leben im Alter“ dem Besucher aus Düsseldorf vor: Die Caritas ist jetzt Leistungserbringer für spezialisierte Wundversorgung und einer der ersten ambulanten Pflegeanbieter, der in der Region zertifiziert ist. Ziel des innovativen Angebotes ist es, die professionelle Behandlung von chronischen und schwer heilenden Wunden weiter zu verbessern. „Wunden, die lange nicht heilen, stellen für die Betroffenen eine große Belastung dar. Moderne Wundbehandlung benötigt Fachwissen und Erfahrung – beides haben wir“, erklärte Vieweger. „Mit unseren extra dafür ausgebildeten Fachkräften und in guter Zusammenarbeit mit den Ärzten können wir den Betroffenen effektiver helfen und zur Versorgungssicherheit im ländlichen Raum beitragen. Ärzte werden entlastet und Kosten gesenkt. Außerdem wird der Pflegeberuf noch attraktiver.“ Bei der Caritas gibt es aktuell 13 Mitarbeitende, die eine Weiterbildung zur Wundmanagerin absolviert haben. 14 weitere sollen folgen.

Raphael Tigges brachte seine Anerkennung für die Arbeit der Caritas zum Ausdruck und versprach, die weitere Entwicklung des Verbandes im Blick zu behalten – zum Beispiel das Bauvorhaben in Avenwedde. Hier plant die Caritas neue Senioren-WGs und Service-Wohnen, um dem Versorgungsbedarf vor Ort zu begegnen. „Es war ein sehr aufschlussreicher Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken und Impulsen“, bedankte sich der Landtagsabgeordnete. Beide Seiten zogen ein positives Fazit des Treffens und sicherten zu, miteinander in Verbindung zu bleiben.