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Caritas-Einsatz im Straßenkarneval - Familienfreundliche Zonen und Alkoholprävention

Bereits im dritten Jahr gab es an Rosenmontag die Familienfreundlichen Zonen im Straßenkarneval im Kreis Gütersloh. "Eine etwas andere Art der Suchtprävention, die ohne den erhobenen Zeigefinger arbeitet", betont Lars Riemeier von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Caritas die Idee dieses Ansatzes. "Karneval ist ein buntes Treiben, welches insbesondere auch viele Familien mit kleinen Kindern anspricht. Diese sollen einen Ort haben, an dem sie im Mittelpunkt stehen und ganz entspannt die Züge feiern können - ohne Alkohol- und Tabakkonsum in unmittelbarer Umgebung", ergänzt Madeleine Sandbote, ebenfalls von der Fachstelle für Suchtvorbeugung. Für Kinder gab es kleine Überraschungen, die das Warten auf den Zug verkürzen sollten und für die Erwachsene ein kleines "Trostpflaster" als Danke, dass hier kein Alkohol getrunken oder Zigaretten geraucht werden.

Eine Idee, die ankommt! Trotz des ungemütlichen Wetters feierten auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Familien zusammen in einer der drei Familienfreundlichen Zonen die Rosenmontagsumzüge:

Bereits im dritten Jahr existiert diese Idee in Wiedenbrück. Hier organisiert und betreut die Fachstelle für Suchtvorbeugung gemeinsam mit dem Stadtfamilienzentrum der Caritas, dem Rosenmontagskommitee, dem Ordnungsamt und dem Jugendamt der Stadt Rheda-Wiedenbrück dieses Angebot. Im letzten Jahr kam dann auch eine zweite Zone im Stadtteil Rheda hinzu.

In Rietberg wurde die Familienfreundliche Zone in diesem Jahr erstmalig gemeinsam vom Ordnungsamt der Stadt Rietberg und der Caritas organisiert: Und auch hier kam die Idee gut an. Die Mitarbeiter der Fachstelle für Suchtvorbeugung und der Grundschulsozialarbeit führten vor Ort jede Menge Gespräche, verteilten kleine Überraschungen an die Kinder und feierten gemeinsam mit den anderen Närrinnen und Narren den Zug.

Im Anschluss ging es für einen Teil des Teams in Rietberg noch in die Jugendschutzstelle anlässlich der Karnevalsfeierlichkeiten. Diese besetzt die Caritas seit Jahren mit dem Kreisjugendamt und kümmert sich um Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung beim Sanitätsdienst landen, und deren Angehörige. "Das ist die andere Seite der Alkoholprävention - hier ist bereits etwas passiert. Da eine Alkoholvergiftung immer auch eine riskante Situation darstellt, bieten wir den Betroffenen und deren Eltern im Anschluss ein sog. Katergespräch an, um dieses Erlebnis aufzuarbeiten und eine Wiederholung möglichst zu verhindern", erklärt Peter Köching, Fachbereichsleiter der Sucht- und Drogenhilfe, den Hintergrund dieses Ansatzes.

Für die Kinder gab es kleine Überraschungen.

Familienfreundliche Zone in Rietberg

Das Team in Rheda-Wiedenbrück (v.l.): Esther Hartmann, Kerstin Raeder, Lars Riemeier (alle Caritas) und Philipp Wrobel (Jugendamt Rheda-Wiedenbrück)