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Delegiertenversammlung bestätigt Weg der Caritas Gütersloh – Caritasrat und Vorstand entlastet

Kreis Gütersloh. Die diesjährige Delegiertenversammlung der Caritas Gütersloh hat einen durchweg positiven Verlauf genommen. Beim Austausch im Haus der Caritas in Rheda-Wiedenbrück zeigten sich die Teilnehmenden zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr des Verbandes und nahmen dessen vielfältige Aktivitäten wohlwollend auf. Die Vorstände Volker Brüggenjürgen und Sascha Busert wurden ebenso wie der Caritasrat ohne Gegenstimmen entlastet.

Die Delegiertenversammlung ist das oberste ehrenamtliche Beschlussorgan des Caritasverbandes für den Kreis Gütersloh e.V. Sie setzt sich unter anderem aus Vertreterinnen und Vertretern der Caritas-Konferenzen, von Fachverbänden und korporativen Mitgliedern im Kreis zusammen. Die Versammlung tagt einmal jährlich und hat zum Beispiel die Aufgabe, die Mitglieder des Caritasrates zu wählen, über Satzungsfragen zu entscheiden sowie den Tätigkeitsbericht und Jahresabschluss entgegenzunehmen.

Bei der Versammlung stand die Rolle des Caritasverbandes als Unterstützer und Orientierungspunkt für die Menschen im Fokus. Karl-Heinz Klaus, Vorsitzender des Caritasrates, eröffnete die Veranstaltung mit einem geistlichen Impuls passend zur Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. Caritas stehe für Nächstenliebe und unbürokratische Hilfe, sagte er.

Die Vorstände Volker Brüggenjürgen und Sascha Busert betonten die große Bedeutung der Wohlfahrt für die Gemeinschaft: „Wir sind ein wichtiger sozialer Anker. Gerade in Zeiten mit schrecklichen Kriegen und gesellschaftlichen Umbrüchen wird unsere Arbeit mehr denn je gebraucht“, erklärte Volker Brüggenjürgen. Die Vorstände verwiesen auf konkrete Belastungen der Menschen durch Existenzsorgen, steigende Armut und Einsamkeit. „Auch in schwierigen Zeiten stellen wir uns den Herausforderungen – zum Wohle unserer Klientinnen und Klienten sowie unserer Mitarbeitenden“, sagte Sascha Busert.

Als Beispiele für das tägliche Engagement des Verbandes wurden die Arbeit für Pflegebedürftige, für Migrantinnen und Migranten sowie suchtkranke Menschen genannt. In diesem Zusammenhang ging es auch um den gerade abgeschlossenen Umbau der ehemaligen Caritas-Geschäftsstelle zu einem neuen Beratungszentrum, in dem unterschiedliche Dienste gebündelt sind. „Damit setzen wir als Verband ein Zeichen. Wir holen die Ratsuchenden, die oft am Rande der Gesellschaft stehen, näher ins Stadtzentrum, in unsere Mitte“, erklärte Volker Brüggenjürgen.

Mit Blick nach vorn betonten die beiden Vorstände, dass Begegnung und Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamt weiter gestärkt werden sollen. Aktuell gibt es rund 1.500 Ehrenamtliche, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen des Caritasverbandes im Kreis Gütersloh engagieren. Ziel sei es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt spürbar zu festigen, indem Haupt- und Ehrenamt als zwei gleichwertige Säulen gemeinsam dem Gemeinwohl dienen, so Sascha Busert.

Zum Abschluss standen Wahlen für den Caritasrat auf der Tagesordnung: Die Mitglieder Dr. Thomas Foerster und Brigitte Gnegel wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Bärbel Vielstädte aus Herzebrock ist neu im Aufsichtsgremium. Die Amtszeiten des Vorsitzenden Karl-Heinz Klaus, seines Stellvertreters Dr. Stephan Pantenburg und der Caritasrat-Mitglieder Margret Mersmann und Dieter Trapphoff laufen noch.

Bei der Delegiertenversammlung wurde deutlich: Der Verband setzt klare Prioritäten, um Menschen zu helfen, das Ehrenamt zu stärken und durch vernetzte Zusammenarbeit einen nachhaltigen gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.