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Gefahren sehen und das Zuhause sicherer machen: Brandschutzaufklärung für Tagespflege-Gäste

Rietberg. Es kann so schnell gehen: Die Herdplatte vergessen, der Toaster raucht, niemand hört den Rauchmelder. Und plötzlich steht die Küche in Flammen. Gerade für Seniorinnen und Senioren kann ein Wohnungsbrand dramatische Folgen haben, da Beweglichkeit, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit im Alter nachlassen. Rund zwei Drittel der Brandtoten in Deutschland sind über 60 Jahre alt.

Vor diesem Hintergrund fand in der Caritas-Tagespflege Rietberg eine Brandschutzaufklärung statt, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten war. Markus Wenkemann von der Abteilung Feuer und Brandschutz der Stadt Rietberg klärte die Gäste über die häufigsten Gefahrenquellen im Alltag auf, gab praxisnahe Tipps, wie man sein Zuhause sicherer macht und erläuterte, wie man im Ernstfall reagieren sollte.

Unter anderem ging es um Heizdecken, Mehrfachsteckdosen und anderen elektrischen Geräten, die bei Veralterung, minderer Qualität oder Überlastung zu einer Gefahr werden können. Ein weiteres Thema waren Rauchwarnmelder. Wer prüft sie? Wie schaltet man sie ein? Und wie oft müssen sie gewartet werden? Danach stand die Bedeutung von Fluchtwegen und Rettungszeichen ebenso im Fokus wie das richtige Vorgehen beim Notruf und Hausnotruf. Außerdem erläuterte der Brandschutzexperte den richtigen Einsatz von Feuerlöschern und den leichter zu handhabenden Feuerlösch-Sprays.

Der Vormittag zum Brandschutz kam gut an. Die Tagespflege-Gäste hörten aufmerksam zu und machten engagiert mit. Das freute Pflegedienstleitung Elke Watermann: „Ziel war es, das Bewusstsein für Brandgefahren in den eigenen vier Wänden zu schärfen und gleichzeitig das Selbstvertrauen der Seniorinnen und Senioren zu fördern. Wir konnten unseren Gästen Werkzeuge an die Hand zu geben, damit sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen und ihren Alltag selbstbestimmter gestalten können.“