Verl. Kinder und Jugendliche sind im Heranwachsen mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Eine große Aufgabe ist es hierbei mit schwierigen Situationen, Gefühlen und Misserfolgen umzugehen. Diese Situationen und die damit verbundenen Gefühle nicht einfach „wegzudrücken“ oder zu „übertönen“, ist gar nicht so einfach. Schwer fällt es insbesondere dann, wenn neben Alkohol, Cannabis und digitalen Medien auch trendige Suchtmittel wie Vapes oder Lachgas bei Jugendlichen eine große Faszination auslösen.
Daher war das Netzwerk #wirsindstark am 3. und 4. Februar 2026 zum bereits fünften Mal im Einsatz, um das Projekt zur Suchtvorbeugung im Jahrgang 7 des Verler Gymnasiums anzubieten. „Wir wollen den jungen Menschen Wissen, aber auch emotionale Stärke mitgeben, denn neben Aufklärung spielen auch die Lebenskompetenzen eine wichtige Rolle zur Suchtvorbeugung“, weiß Svenja Gulba von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Caritas Gütersloh. „Neben der Reflexion über Konsum gehört die Ich-Stärkung zu einem wesentlichen Baustein. Dieser schützt dann nicht nur vor einer Abhängigkeitserkrankung, sondern wirkt auch vorbeugend zu Themen wie Gewalt und Mobbing“, ergänzt Johanna Lind von der Caritas.
Aus diesem Grund haben sich bei dem kreisweit einzigartigen Präventionsprojekt auch verschiedene Netzwerkpartnerinnen und -partner zusammengeschlossen, um die schulischen Akteurinnen und Akteure zu unterstützen. Neben der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Caritas Gütersloh sind das auch das Jugendamt der Stadt Verl, der Jugendtreff Fly, die AWO-Schulsozialarbeit, die Kreuzbundgruppe Verl und das Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz der Polizei Gütersloh.
Zuvor haben schon eine Methodenschulung für die Klassenleitungen, Netzwerk-Abstimmungstreffen und ein Elternabend stattgefunden. Lehrerin Heike Bremer vom Gymnasium betont: „Ohne die Eltern wirkt das Projekt nur halb so viel. Das Thema soll zuhause noch einmal aufgegriffen werden. Wenn Jugendliche mit anderen zu dem Thema ins Gespräch kommen, den Rückhalt von den Eltern spüren und sich bei Fragen vertrauensvoll an diese wenden können, macht dies eine Menge aus.“
Nach erfolgreichem Projektabschluss sind sich alle einig: „Nur gemeinsam sind wir stark!“. Deshalb wird der nächste Durchlauf #wirsindstark hinter den Kulissen schon wieder geplant, besprochen und weiterentwickelt.


